Bruggenmatt

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Vom Leben unserer Vorfahren

Hinweise in Aufzeichnungen lassen erkennen, dass unsere Vorfahren kein leichtes Leben kannten, besonders in Zeiten mit knappem Ertrag in der Landwirtschaft. In den Jahren 1629 und 1630 wütete die Pest und raffte gegen 80 Personen dahin. 1635 starben weitere 67 an der Ruhr. Ein Brand verwüstete 1783 rund ein Drittel aller Häuser. Die Kriegsjahre 1789 - 1799 brachten Bonstetten Einquartierungen und harte Abgaben an die Franzosen. Unter dem Druck misslicher wirtschaftlicher Verhältnisse verliessen in den Jahren 1803 und 1804 etliche Bonstetter Familien zusammen mit Gesinnungsgenossen aus benachbarten Gemeinden ihre Heimat um nach der Krim auszuwandern. Zar Alexander I. verhiess freie Überlassung von Land, Steuerfreiheit für 15 Jahre und ewige Freiheit von Militärdienst. Gegen 250 Leute machten sich auf die beschwerliche Reise. Dutzende starben bereits unterwegs. Für die übrigenfolgten entbehrungsreiche Jahre, die erst in der zweiten oder dritten Generation zu einigem Wohlstand führten. Der erste Weltkrieg setzte den Siedlern hart zu, der zweite führte zur gänzlichen Vernichtung der Kolonie.

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