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Sonnenenergie mit Zukunft?

Peter Reust, Dienstag, 15. Juni 2010, 20:06 (vor 83 Tagen) @ Bernhard Adamski

Ausschnitte aus "immergenugstrom.ch"

Dank der Photovoltaik wird auch in der Schweiz jährlich mehr Strom aus Sonnenenergie gewonnen. 2008 trug sie bei einer installierten Leistung von 44 MW zu 0,054 Prozent der Schweizer Stromproduktion bei.

Photovoltaik
In der Schweiz ist bisher zumeist von der Photovoltaik die Rede. Sie nutzt das eintreffende Sonnenlicht, das durch Solarzellen direkt in Gleichstrom umgewandelt wird. Photovoltaik-Anlagen machen besonders in abgelegenen Berggebieten Sinn, wo der produzierte Strom zur Selbstversorgung genutzt werden kann. Ansonsten wird der Gleichstrom unter Energieverlust durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und ins öffentliche Netz eingespeist. Dabei profitieren Besitzer einer von Swissgrid zertifizierten Photovoltaik-Anlage seit dem 1. Januar 2009 von der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Aufgrund der grossen Nachfrage war das Kontingent für Photovoltaik innert weniger Monate ausgeschöpft. Alle Gesuche, die nicht mehr berücksichtigt werden konnten, wurden auf eine Warteliste gesetzt.
Da die solare Einstrahlung naturgemäss tages- und jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, ist eine ausschliessliche Stromversorgung durch Photovoltaik nur bedingt möglich. Regulierbare Stromerzeuger wie Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke sind daher für die Sicherstellung einer lückenlosen Versorgung unabdingbar.
Weltweit ist der Photovoltaikmarkt in den letzten Jahren um über 30 Prozent pro Jahr gewachsen, insbesondere in Europa. In der Schweiz wurde 2008 ein Zubau von 11,5 MW verzeichnet. Damit waren Ende 2008 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 44 MW installiert. Die Jahresproduktion von gut 33 GWh trägt bisher allerdings lediglich zu 0,04 Prozent der Schweizer Stromproduktion bei. Neben der unregelmässigen Produktion gelten die Kosten als grosser Nachteil der Photovoltaik: in der Schweiz betragen sie derzeit je nach Lage und Ausrichtung der Anlage rund 90 Rp/kWh.

Solarthermische Kraftwerke
In solarthermischen Kraftwerken wird durch Spiegel die Sonnenstrahlung gebündelt und dazu genutzt, Flüssigkeiten zu verdampfen und mittels Dampfturbinen Strom zu erzeugen. Die Solarthermik kann dank Wärmespeichern Bandenergie liefern, das heisst sie kann auch während kürzeren Unterbrüchen in der Sonneneinstrahlung Strom produzieren. Deshalb wird der Solarthermik insgesamt das grössere Potenzial zugeschrieben als der Photovoltaik. Ausserdem erreichen solarthermische Kraftwerke einen höheren Wirkungsgrad als Photovoltaikzellen, sind aber nur in sehr sonnigen Breitengraden wirtschaftlich rentabel und werden daher in der Schweiz nicht gefördert.

Desertec
Über das Riesenprojekt Desertec, das sich die überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung im Nahen Osten und Nord-Afrika zu Nutzen machen will, ist in den Medien viel berichtet worden. Mithilfe von solarthermischen Kraftwerken, eventuell auch mit Photovoltaik und Windparks soll die Stromerzeugung und Wasserentsalzung in diesen Gebieten vorangetrieben werden. Ein Teil des erzeugten Stroms soll dann via Gleichstrom-Hochspannungsleitungen ins europäische Netz eingespeist werden. Am 30. Oktober 2009 erfolgte die Gründung der Planungsgesellschaft mit zwölf Trägerfirmen (u.a. Siemens, Deutsche Bank, Münchner Rück, ABB). Erstes Ziel ist die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie, die 2012 vorliegen soll.

Auch zu beachten ist diese Aussage über Erneuerbare Energien - Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Abfälle


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