++ Neu Heizung ++

Login Variantenvergleich und Offerten
    (gleiches Passwort wie Protokolle)

Holzpellets

Peter Reust, Sonntag, 21. März 2010, 08:07 (vor 168 Tagen)
bearbeitet von Peter Reust, Sonntag, 21. März 2010, 08:42

Kritik an Pellets - alles wirklich sauber?

Pellets und allgemeine das Medium Holz als Heizstoff werden, gerade in Zeiten steigender Öl und Gaspreise, immer wieder gerne als Allheilmittel präsentiert. Aber es gibt nicht nur positive Aspekte zu dem Thema. Nicht jeder sieht in den kleingepressten Energiebomben einen Weg aus der Energiekrise. Vor allem durch den Pelletboom, so meinen Kritiker, ist der Wald an sich durchaus in Gefahr. Bei weiterhin überproportional steigender Nachfrage können die Resthölzer und Abfälle zur Herstellung von Pellets nicht mehr reichen und Pellets müssen dann zunehmend aus frisch eingeschlagenem Waldholz hergestellt werden.

Anders als bei anderen Holzeinschlägen ist dabei bei Pelletholz zu befürchten, dass der Wald nachhaltig geschädigt wird. Denn für Pellets kann praktisch das komplette Holz eines Baums genutzt werden. Dann werden die Bäume durchaus komplett mit schwerem Gerät aus dem Boden gerissen. Dieses Vorgehen kann sich nach Ansicht von Fachleuten theoretisch nachteilig auf die Wasserspeicherung des Bodens auswirken und der Grundwasserspiegel kann so gefährdet werden.

Es ist auch so, dass man die Kronen der Bäume bislang im Wald verrotten liess. Die Kronen hatten keinen besonderen Wert auf dem Holzmarkt. Für Pellets kann man aber auch die Kronen nutzen. In den Kronen werden hauptsächlich Mineralstoffe gespeichert. Die wurden dem Wald zurückgegeben, solange man die Kronen im Wald verrotten lässt. Bei der Nutzung für Pelletholz ist dies nicht mehr der Fall. Fehlen die Baumkronen als Verrottungsfaktor, so könnte der Waldboden nach und nach regelrecht ausbluten.

Ein weiterer Kritikpunkt ist sicherlich das Top-Argument von Pellet-Befürwortern, Pellets seien CO2-neutral. Dies ist nicht die ganze Wahrheit. Tote Bäume im Wald verrotten praktisch nicht ganz und gelten dadurch als Kohlenstofflieferanten für den Waldboden. Fehlen sie, dann fehlt diese Anreicherung im Boden. Somit sind Pellets, auf das gesamte ökologische System bezogen, nicht CO2-Neutral. Ein weiterer Faktor, der gerne ausser Acht gelassen wird, ist ausserdem die CO2-Erzeugung rund um die Pelletherstellung. Das fängt bei der Herstellung an sich an und endet bei den stellenweise weiten Transportwegen.

Ebenfalls nicht unerheblich ist die Feinstaubentwicklung von Pellets. Diese ist zum Beispiel höher als bei Gasheizungen. Nur wenn Filter in Pelletheizungen eingebaut werden, kann der Feinstaubgehalt in Grenzen gehalten werden. Filter sind jedoch noch nicht die Regel bei Pelletheizungen.

Theoretisch müssen auch die Verbrennungsreste der Pelletheizung kritisch betrachtet werden. Denn die Asche gilt als gesundheitsschädlich. Sie enthält organische Verbindungen und sollte nicht als Dünger eingesetzt werden. Das heisst: der Inhaber der Heizung muss die Asche eigentlich fachgerecht entsorgen. Ob das wirklich die Regel ist, muss jedoch fraglich sein.

(11.2009 holzpellets-pelletheizung.de, Angaben ohne Gewähr)


gesamter Thread:

 

43 Einträge in 16 Threads, 15 angemeldete Benutzer, 4 Benutzer online (0 angemeldete, 4 Gäste)
Forums-Zeit: 05.09.2010, 14:16
© bruggenmatt.ch - Miteigentümergemeinschaft Bruggenmatt - 8906 Bonstetten