Weshalb keine ao. Juni-MEV zur Heizungsfrage
Liebe Heizungskommission
Mit grosser Enttäuschung lese ich, dass die a.o. Versammlung vom 11.06.2010 abgesagt wurde. Meines Erachtens ist das kein sinnvoller Entscheid !
Keine einzige Frage ist geklärt, euer Fahrplan nur noch Makulatur.
Glaubt ihr wirklich, alle anstehenden Probleme und Fragen an nur einer Versammlung bereinigen zu können ? Glaubt ihr wirklich an eine Einigkeit aller Miteigentümer ? Falls ja, dann müsste diese Versammlung wohl 24 Std. dauern, und keiner darf den Saal verlassen (wie die Filibuster-Sessionen in den USA).
Was mache ich jetzt, mit meiner 32 Jahre alten Unterstation ? Die Warmwasser-Pumpe ist defekt, die Warmwassertemperatur fällt unter 40°C !
Die Fragen betreffend den Ersatz der Unterstationen (UST) sind viel wichtiger, als die Frage der Energieart.
- Kommen Heizungszähler für individuelle Abrechnung ?
- Gibt es die Option Elektroboiler, damit unsere Heizzentrale im Sommerhalbjahr ausser Betrieb genommen werden kann ?
- Sollen die UST der Gemeinschaft gehören ? Sind alle Eigentümer dieser Meinung ?
- Gemeinsames Erneuern der UST ist sicher sinnvoll, aber auch das dauert wohl ewig.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass nur ein schrittweises Vorgehen zum Erfolg führen kann, mit der Strategie "Alles oder Nichts" .... (siehe oben).
Zur Heizzentrale (Energieart) : ist eine Kombination Gas / Pellets möglich ? Würde uns die Gelegenheit geben, unabhängiger zu sein, die Lieferanten unter Druck setzen zu können.
Zum Contracting : da bin ich persönlich absolut dagegen. Das verteuert diese Investitionen enorm. Ich weiss, nicht alle können diese Investitionen bar bezahlen ! Eine Erhöhung der Hypothek ist in jedem Falle billiger !
Zum Schluss noch dies : Kennt ihr die Meinungsströmungen in unserer Gemeinschaft ? 151 Eigentümer - 151 Meinungen ?
Wäre es nicht doch sinnvoll, Orientierungsabende (z.B. 2 mal pro Monat) durchzuführen, im Gemeinschaftsraum ? Um so die Meinungen und Stimmungen zu erforschen, den angestrebten Erfolg an der MEV zu erleichtern ?
Nüüt für unguet.
Ich wünsche Euch den Erfolg zur richtigen Zeit !
Röbi Brun
Weshalb keine ao. Juni-MEV zur Heizungsfrage
Hallo Röbi,
ich weiss, dass Du Probleme mit Deiner Unterstation (UST) hast und deshalb baldmöglichst einen Ersatz suchst. Auch erkundigst Du Dich nach dem Zeitplan für die Heizungserneuerung und fragst nach dem Grund, weshalb die Heizungskommission die auf Juni geplante ao. MEV abgesagt hat.
Hier ein paar Hinweise:
1. Die neuen UST müssen auf das künftige Heizkonzept abgestimmt sein und können erst bestellt werden, wenn dieses zumindest in den Grundzügen feststeht.
2. Es ist und war stets die Meinung der Heizungskommission, dass das Heizungskonzept als Ganzes erarbeitet werden muss, aber trotzdem etappiert realisiert werden kann und muss: Zunächst (und möglichst noch vor der neuen Heizperiode) Installation zumindest eines Teils der neuen UST mit den Wärmezählern, damit individuelle Sanierungsmassnahmen sich sofort auf die individuellen Heizkosten auswirken, und 2011 – 2013 dann der Neubau der Heizzentrale In der Zwischenzeit bleibt Raum für Haussanierungen.
3. Die für unsere Siedlung geeigneten Heizkonzepte sind im Prinzip evaluiert und werden jetzt von diversen Offertstellern kostenmässig durchgerechnet. Ergebnisse werden Ende Mai erwartet.
4. Die Offerten werden ausführlich dokumentiert sein und sowohl auf unserer Webseite wie auch im Gemeinschaftsraum über eine längere Zeit hinweg aufliegen.
5. Wir planen einen mehrmonatigen Info-Prozess mit einer abschliessenden Frage- und Antwort-Session im Gemeinschaftsraum, an welcher die Offertsteller möglichst alle noch offenen Fragen beantworten werden.
6. Die Sistierung der ao. MEV vom Juni erfolgte aus der Überzeugung, dass im Plenum kaum fundiert und schon gar nicht abschliessend über eine derart komplizierte Materie diskutiert werden kann. Stattdessen wählen wir den Weg der breit angelegten Vernehmlassung. Jeder und jede kann daran teilnehmen.
7. Im günstigsten Falle werden wir an der November-MEV über wichtige Grundsatzfragen abstimmen lassen können: insbesondere über den (oder die) zu wählenden Energieträger und die Finanzierungsfrage. Dabei wird konsultativ ermittelt, ob es Eigentümer gibt, die neben einer Contracting-Lösung auch eine Möglichkeit der privaten Finanzierung (der ganzen Anlage oder nur der UST) ins Auge fassen. Die bis dann vorliegenden Offerten werden einen genaueren Kostenvergleich ermöglichen.
8. Die neuen UST werden mit Wärmezählern ausgerüstet. Sie müssen aber aus Gründen der rationellen Herstellung und Wartung sowie einer gerechten Heizkostenermittlung ein und desselben Typs sein, auch wenn sie von einzelnen Miteigentümern privat bezahlt werden.
9. Für Miteigentümer mit dringendem Sanierungsbedarf suchen wir eine Lösung, um in Einzelfällen eine UST-Erneuerung vorziehen zu können.
10. Gleichgültig ob die neuen UST vom Contractor oder privat erstellt werden und ob sie dem Contractor, der Eigentümergemeinschaft oder dem einzelnen Eigentümer gehören werden: die Boiler werden auf jeden Fall Sache und Eigentum jedes einzelnen Miteigentümers sein (nur eine Mindestgrösse ist aus betrieblichen Gründen vorgeschrieben). Es ist ihm frei gestellt, den Boiler mit Solarenergie oder mit Strom zu heizen und dadurch weniger Heizenergie von der Zentrale zu beziehen. Neue elektrische Boilerheizungen sind aber schon jetzt in einzelnen Kantonen verboten, und Solareinspeisungen sind zwar schön, aber teuer.
11. Das Thema Heizungssanierung liegt seit Weihnachten auf unserer Webseite. Beteiligt hat sich daran ausser ein paar Eingeweihten leider noch kaum jemand. Also bitte: LESEN, FRAGEN, KRITISIEREN, ARGUMENTIEREN!!!
Für die Heizungskommission: Alex Beck
Weshalb keine ao. Juni-MEV zur Heizungsfrage
Grüezi Herr Beck
Ich habe einige Fragen und Bemerkungen zu Ihren Hinweisen:
Ist für die Wahl der zukünftigen UST das Heizsystem wirklich so wichtig?
Bei einer etappierten Einführung muss eine neue UST ja mit dem aktuellen wie auch mit einem zukünftigen Heizsystem kompatibel sein!
Unbestritten ist, dass neue UST mit Wärmezählern absolute Priorität haben. Macht es Sinn, die beiden Vorhaben „Heizsystem“ und „UST“ direkt zu verknüpfen? Grundsätzlich finde ich zwar die Behandlung als Ganzes auch sinnvoll, glaube aber nicht, dass dieses Vorhaben in unserer Gemeinschaft innert nützlicher Zeit zu einem Konsens führen wird.
Da das aktuelle Heizsystem ja noch gut funktionsfähig ist, sollten wir dieses noch möglichst lange nutzen und den Ersatz-Entscheid auf einen späteren Zeitpunkt verlegen.
Besten Dank der Heizungskommission für die kompetente und transparente Behandlung dieses Thema!
Freundliche Grüsse
Erich Steiner
Weshalb keine ao. Juni-MEV zur Heizungsfrage
Hallo Herr Steiner,
Sie haben Recht, moderne Unterstationen sind im Prinzip mit allen Wärmeerzeugern, ob fossil oder alternativ betrieben, kompatibel. Dennoch gibt es gewisse Parameter (kW-Leistung, Boilerbauart und Boilerdimensionierung, Steuerungsauslegung, Art der Wärmezählung), die bei der Wahl des Typs zumindest im Sinne einer Optimierung eine Rolle spielen können. Ausserdem sollten, um Garantie- und Wartungsprobleme zu minimieren und Streitigkeiten wegen der Wärmeabrechnung zu vermeiden, alle Geräte baugleich sein. Es geht also darum, möglichst viel zu wissen, bevor ein immerhin 1,5 Mio Franken teurer Sanierungs-Brocken in Auftrag gegeben wird.
Ausserdem: Falls sich die Mehrheit der Miteigentümer für eine Contractor-Lösung entscheidet, muss auch der Contractor, weil er ja über viele Jahre für den Betrieb und die Wartung der UST verantwortlich sein wird, ein Wort bei der Typenwahl mitreden können.
Das alles heisst nicht, dass der UST-Ersatz auf die lange Bank geschoben ist; der Zeitplan der Heizungskommission (in der Dokumentensammlung auf der Website) zeigt im Gegenteil, dass er beim etappierten Vorgehen Priorität geniesst und im Idealfall noch in diesem Jahr in Angriff genommen wird.
Für die Heizungskommission
Alex Beck
